Naturnaher Garten

AUSZEIT-MITTENDRIN

Zum Auszeithaus AUSZEIT MITTENDRIN gehört ein großer naturnah angelegter Garten

Gerne können Auszeitgäste die bunte Vielfalt an Pflanzen und Tieren

von einem der zahlreichen Sitzplätze aus genießen und zur Ruhe kommen. 

Natur hautnah...

Ganz schön keck, die kleine Elster. Sie frisst sogar aus der Hand. Bereits den ganzen Tag folgt sie uns auf Schritt und Tritt. 09.08.2017

!!! Vorankündigung !!!

Am

23. und 24. Juni 2018

findet zum zweiten Mal die Veranstaltung "Offene Gärten und Höfe" in Ochtendung statt.

Cirka 20 Teilnehmer gewähren interessierten Gästen gerne Einblick in ihre privaten Gärten und Höfe.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm sorgt für Unterhaltung und Kurzweil bei Jung und Alt.

Nach momentanem Stand der Dinge gehört Auszeit-Mittendrin diesmal leider doch nicht zu den Gastgebern.

"Garten Ebel" im Wandel der Zeit

Hier ein kleiner Einblick in Form von Fotos und Berichten in unseren Garten.

Viel Spaß beim Verweilen!

Bericht vom 12.04.2013 in der Rhein-Zeitung über den Garten des Auszeithauses AUSZEIT MITTENDRIN 

Ehepaar aus Ochtendung legt bunte Zimmer im Garten an

Ochtendung - Pia Ebel und ihr Ehemann Rolf sind begeisterte Gärtner. „Sobald das Wetter es zulässt, verlegen wir unser Wohnzimmer in den Garten“, sagt die Ochtendungerin. Zusammen mit ihrem Mann hat sie hinter ihrem Eigenheim ein privates Gartenparadies geschaffen.

 


Ehepaar aus Ochtendung legt bunte Zimmer im Garten an
Im vergangenen Jahr haben Pia und Rudolf Ebel in einem Teil ihres 650 Quadratmeter großen Gartens einen kleinen Kiesgarten mit Miniteich und Holzterrasse angelegt.
Foto: Heinz Israel

Vierter Platz beim Fotowettbewerb der Zeitschrift "Gärtnern leicht gemacht" 11/2004

Neunter Platz beim Leserwettbewerb der Zeitschrift "Kraut und Rüben" 12/2004

Gärtnern - Meditation im Tun

Wer mit der heilenden Kraft der Erde und der Natur in Berührung kommen möchte, darf sich an der Gartenpflege beteiligen.

Sofern im Garten vorhanden, gebe  ich nach Absprache im Gegenzug gerne Kräuter, Beeren oder Gemüse ab.

 

Die Beschäftigung im Kreislauf der Natur macht wieder vertraut

mit dem ewigen Kommen und Gehen - einem wichtigen Merkmal des Lebens.

 

Das Alte vergeht und bringt Neues hervor - 

im Garten z. B. in Form von Samen, Ablegern oder als Kompost.

Eins nährt das andere.

 

Mein unperfekter Garten?

 

Bei meinem heutigen Gartenrundgang kamen mir einige Gedanken in den Sinn.....

 

"Keine Zeit! Keine Zeit!"

Seit Tagen erzähle ich jedem der es hören will oder auch nicht, dass ich keine Zeit habe und ich "das alles" nicht schaffe. Jetzt sitze ich hier und schreibe meine Gedanken über unseren Garten auf - ohne Zeit dafür zu haben!

 

Eigentlich wollte ich vorhin nur mal zwischen zwei Regengüssen frische Luft schnappen und

einen kurzen Blick in den Garten werfen. Wie so oft bleibt es nicht dabei.

Schon bücke ich mich nach dem ersten ungebetenen Gast auf dem Pflasterweg - eine blühende Distel.

 

Weiter geht's zum Gemüsebeet.

Oje, kein einziger Salatkopf, keine Tomaten, keine Bohnen,

nichts was auch nur im geringsten an Gemüse erinnert. Dafür jede Menge "Unkraut".

 

"Was sollen nur meine Gäste denken, wenn Auszeit-Mittendrin eröffnet?

Wie soll ich jemals wieder Ordnung schaffen in diesem Chaos?"

 

Seit 2014 wird der Garten sträflich vernachlässigt - zu krank, zu müde, keine Zeit, es gibt Wichtigeres zu tun ...

Ich gehe weiter durch unseren unperfekten Garten.

Der Regen hat sein Übriges dazu getan, dass es aussieht wie im Urwald.

Alles wächst und gedeiht äußerst üppig, eben auch die Wildkräuter.

In mir regen sich zwiespältige Gefühle.

Einerseits habe ich in diesem "Sommer" noch keine einzige Gießkanne schleppen müssen.

Trotzdem sprießt es in solcher Fülle, das es einen fast erschlägt. Außerdem liefert der Regen mir eine Ausrede:

 

"Ich kann nicht im Garten arbeiten. Es regnet andauernd und alles ist zu nass."

 

Andererseits sind da die lästigen Disteln, das klebrige Labkraut, die aussamenden Brennesseln und die meterhohen Zaunrüben, die ebenfalls von den unaufhörlichen Regenfällen profitieren.

Gut, dass wenigsten die sonst so empfindliche Kletterrose "Madelaine Seltzer" die Wassermengen toleriert.

Sie blüht trotz Gewitter und stärksten Schauern unermüdlich.

 

"Danke meine Liebe, seit 16 Jahren erfreust du mich zuverlässig mit deinem Blütenflor.

Je weniger ich mich um dich kümmere, umso mehr, scheint es mir."

 

Irgendwie ändert sich mein Ohnmachtsgefühl gegenüber den

sprießenden Pflanzenmassen und ich lenke den Blick auf die leuchtenden Mohnblumen.

Die riesigen Kerzen der Fingerhüte und der wilden Rittersporne, die meine Gemüsebeete erobert haben,

sehen eigentlich gar nicht so bedrohlich aus. Insekten schwirren um die Blüten und erfreuen sich an den Nektarquellen. Alles wirkt irgendwie friedlich. Sogar die Sonne blinzelt kurz durch die Wolken.

 

"Ach, so schlimm ist es doch gar nicht, dass es so ungeordnet zugeht im "Garten Ebel".

 

Welch unbändigen Überlebenswillen die Natur in sich trägt, zeigt mir ein Mädchenauge.

Vor Jahren hatte ich die Staude in ein Blumenbeet gepflanzt. Dann war sie irgendwann verschwunden.

Vertrocknet? Ich weiß es nicht.

Jetzt ist sie wieder da. Eines ihrer winzigen Samenkörner hat sich in einer noch winzigeren Pflasterritze niedergelassen und ist zu einer wunderschönen blühenden Staude herangewachsen.

Vielleicht auch dank des unaufhörlichen Regens, der sie vor dem Austrocknen bewahrt hat?

 

"Soll ich sie etwa ausreißen, nur damit ich einen ordentlichen Garten besitze?

Nein, kommt nicht in Frage. Sie bleibt!"

 

Auf die größte Überraschung treffe ich im Erdbeerbeet, das eher einem Dschungel gleicht.

Zwischen dem unüberschaulichen Grün - leider nicht nur Erdbeerpflanzen -

leuchtet es unverhofft verführerisch rot. Ein stiller Ruf "Pflück mich doch endlich!"

 

"Ach ja, es ist ja Erdbeerzeit. Hab' ich tatsächlich vergessen.

War seit Tagen nicht im Garten - der Regen und außerdem

hatte ich soviel zu tun und natürlich keine Zeit."

 

Schnell hole ich eine Schüssel und fange an zu ernten. Was für ein Geschenk.

Jetzt bin ich endgültig ausgesöhnt mit meinem "unperfekten Garten".

 

Wieder einmal wird mir klar: " Es ist alles eine Frage der Perspektive."

 

Schaue ich auf das Unerledigte? Auf das, was nicht in mein Konzept passt?

Halte ich stur an meinen Vorstellungen von einem perfekten Garten oder was auch immer fest?

Möchte ich mich über diese Dinge ärgern?

 

Oder bin ich in der Lage meinen Blickwinkel zu ändern?

Kann ich mich an den Geschenken,

die der Garten oder das Leben mir unaufgefordert und ganz freiwillig machen, erfreuen?

Kann ich ihnen einen "eigenen Willen" lassen und trotzdem zufrieden sein?

Kann ich mich an ungeplanten Dingen und Ereignissen erfreuen?

 

Die Antwort lautet:

 

"Mal mehr, mal weniger, Tendenz steigend.

Ich versuche immer öfter loszulassen - zugunsten des Zulassens."

 

Ochtendung, den 15.06.2016

Kaum zu fassen...

... ich sitze heute (09.07.2016) zusammen mit meinem Mann im Garten, als uns ein Fledermausbaby sozusagen vor die Füsse fällt.

Mein Mann sieht etwas vom Dachgiebel fallen. Bei genauerem Hinsehen, entpuppt sich dieses Etwas jedoch als ein winziges Fledermausbaby, das sich ängstlich an unserem Terrassengeländer festkrallt.


"Dumme rennen, Kluge laufen und Weise gehen in den Garten."

(Rabindranath Tagore)

Gärtnerhumor.....

 

Gebet eines Gärtners

Herrgott, bitte richte es so ein, dass es täglich von Mitternacht bis drei Uhr früh regne,

aber langsam und warm, weißt du, damit es einsickern kann;

doch soll es dabei nicht auf die Pechnelke, das Steinkraut, Sonnenröschen, den Lavendel und andere Blumen regnen,

die dir in deiner unendlichen Weisheit als trockenliebende Pflanzen bekannt sind,

wenn du willst, schreibe ich es dir auf ein Blatt Papier auf;

ferner soll die Sonne den ganzen Tag über scheinen, aber nicht überallhin;

zum Beispiel nicht auf den Spierstrauch und Enzian, noch auf Funkie und Rhododendron und auch nicht zu stark;

dann möge es viel Tau und wenig Wind geben, genug Regenwürmer, keine Blattläuse, keine Schnecken und keinen Mehltau,

und einmal in der Woche verdünnte Jauche mit Taubenmist regnen. Amen

(Karel Čapek (1890 - 1938) aus "Das Jahr eines Gärtners")